Als präzise grafische Anordnung zeigt sich die Installation als scheinbar willkürliches oder gar geheimnisvolles Muster, als spielerischer Rapport, als abstrakt-unregelmässiges Blumenornament, eine Dekoration?
Die Anordnung der Blumenpunkte beschreibt in Braille-Schrift ein poetisches Statement. Das Motiv des einzelnen Braille-Punktes ist eine adaption der Prilblume.
1972 wurde Die ikonische Prilblume, Markensymbol des gleichgenannten Geschirrspülmittels, entwickelt. Die bunten, in Farben der Pop-Art gestalteten Aufklebeblumen brachten Fröhlichkeit nicht nur in die Küche, sondern auch in andere Räume und auf verschiedenste Gegenstände.
Die Farbwahl der hier verwendeten Prilblume symbolisiert die verschiedenen menschlichen Hautfarben und harmoniert zugleich der Farbigkeit der Raumsituation.
Die Texte beschreiben intime Körpererfahrungen:
Raum 1
Die Cellistin spreizt ihre Beine, mit der einen Hand drückt sie ihre saiten, die andere Hand spielt mit dem Bogen virtuos die Melodie.
Raum 2
Der pubertierende Schüler begreift sich selbst und fragt sich, ob dies auch eine positive Wirkung auf seine vielen Pickel haben wird.
Verbindung: Reinheit, Einheit, Gleichberechtigung, Muster, Ikone, retro, Erinnerung, Erfahrung, Sexualität, Unschuld, Poesie, Geschichte, Erleben, Selbstbestimmung, Fröhlichkeit, Klappentext, Lust an sich, ...